zurück Propriozeptive Podologie
Podologie ist eine Einlagentechnik, die mit herkömmlichen Einlagen nicht zu vergleichen ist.
Nehmen wir einmal an, Sie haben einen Knick-Senk-Spreizfuß, was passiert da eigentlich?
Die Fußgewölbe, die normalerweise durch Muskulatur und Bänder aufrecht gehalten werden, sind erschlafft, die Gewölbe sinken ab. Dadurch verändert sich die Basis der Auflagefläche unseres Körpers im Kampf gegen die Schwerkraft. Bei diesem Absinken einer oder mehrerer Fußgewölbe wird sich ganz automatisch in den darüberliegenden Gelenken und der Wirbelsäule eine Kettenreaktion einstellen um eine einigermaßen aufrechte Haltung zu gewährleisten.
Diese Kettenreaktion wird sich in der betroffenen Muskulatur widerspiegeln und Verspannungen wie Nacken- oder Rückenschmerzen, Knie- und Hüftprobleme oder auch ständig gleichgelagerte Muskelverletzungen, z.B. im Sport, nach sich ziehen.
Nun lassen sich die Fußabdrücke eines Menschen als Karte seines anatomischen Wohlbefindens lesen.
Ein Problem aktiv anzugehen ist immer besser als es passiv beheben zu wollen, daraus ergibt sich die Schlußfolgerung, diese Probleme aktiv über die Basis, die Füße und deren Muskulatur, in Angriff zu nehmen um sie wieder aufzubauen und damit eine neue Harmonie der Körperstatik zu erreichen.
In der Podologie verknüpfen sich das Wissen von Muskelketten (= funktionelle Anatomie), Neurologie, Biomechanik und Statik. Individuell wird nach einer Befunderhebung und der Erstellung von statischen und dynamischen Fußabdrücken auf einem Podoskop eine Optimierung der Statik ermittelt. Durch Anregung oder Hemmung der jeweilig betroffenen Muskelketten wird der Körper wieder in ein harmonischeres Gleichgewicht gebracht. Verspannte Muskulatur lockert sich, erschlaffte Muskulatur gewinnt wieder an Spannung.
Podologische Sohlen werden aus natürlichen Materialien wie Leder, Kork und Kautschuk hergestellt, sie sind im Unterschied zu herkömmlichen Einlagen weich und sehr flexibel, relativ dünn und passen damit in jeden gewöhnlichen Schuh.
Eine wissenschaftliche Untersuchung aus den USA hat ergeben, daß eine manifestierte Körperfehlhaltung durch tägliches individuelles Training von 30 Minuten einen cerebralen Umprogrammierungsprozeß von ca. 2 Jahren braucht, um die Haltung wieder zu automatisieren. Durch Podologie kann dieser Prozeß beträchtlich verkürzt werden, denn bei jedem Schritt wird die optimierte Statik durch Stimulation der Muskelketten an das Hirn "gesendet", sie erübrigt aber nicht Training und Therapie denn