Podologie

 

 

 

Ablauf einer propriozeptiven podologischen Behandlung

Nach einer allgemeinen Untersuchung werden mit Hilfe eines "Stempelkissens" und Podografen ein statischer und ein dynamischer Abdruck von den Füßen eines Patienten gemacht.

 

  

 

Mit Hilfe der videounterstützten Gang- und Laufanalyse (auf Laufband) wird 

der genaue Bewegungsablauf analysiert.

 

 

Der Patient stellt sich auf einen Spiegelkasten (Podoskop). Die Belastung der Fußsohle wird damit beurteilt. Kleine 1-4 mm dicke Korkplättchen werden an spezielle Stellen unter den Fuß geschoben. Sie beeinflussen die Sensoren im Muskel. Der Körper reagiert direkt über Muskelketten von den Füßen bis zum Kopf innerhalb von Sekunden.

 

Die Korkplättchen werden im Blaudruck exakt eingezeichnet und in eine dünne Ledersohle eingearbeitet.

 

    

 

Die maßgefertigte propriozeptive Einlage soll täglich getragen werden.

 

 

Der propriozeptiven Podologie sind bei zu starker Fehlstellung oder beim Sport Grenzen gesetzt. Die fazilitierende oder Sportpodologie ist hier eine ideale Ergänzung.

Bei meiner Arbeit als Osteopathin bin ich immer mehr auf gewisse Fußfehlstellungen gestoßen, die der Körper als
Kompensation braucht. Nimmt man ihm auf einmal und zur Gänze diese Möglichkeit des Ausgleiches führt dies oft zu Problemen.

Die größte Herausforderung ist es für mich geworden, die Ursachen der Fehlstellungen zu finden und dort anzusetzen
wo das Grundübel liegt.

Ist der Fuß das Grundübel können Mobilisierungen, Manipulationen, Training immer nur kurzfristige Linderung verschaffen.

Beim Sport ist es bei Fußfehlstellungen notwendig, eine passive Unterstützung zu geben, da der Reiz beim Laufen,
Springen etc. zu groß ist um aktiv dagegen zu arbeiten, was die podologische Sohle sehr wohl macht.

Bei der Sportpodologie wird jedoch nicht nur das Absinken des Fußgewölbes passiv unterstützt, sondern der Fuß wird viel
genauer untersucht. Es wird zuerst via Videoanalyse am Laufband der Laufmechanismus analysiert. Wichtige Kriterien sind die Position und das Fehlverhalten der Ferse, im Falle eines Senk- bzw. Plattfußes knickt die Ferse meistens nach innen und ist oft mit einer Fehlposition des Vorfußes kombiniert.

Das abgesunkene Fußgewölbe ist in diesem Fall eine Folge. Weiters wird der Fuß vermessen um die Grade der Fehlstellung
bestimmen zu können. Es werden wie mit einem großen Stempelkissen Fußabdrücke im Gehen und Stehen gemacht, sowie ein Abdruck in einem Schaumstoff (ähnlicher Zweck wie die allseits bekannten "Gipspatscherl").

Im Idealfall wird vor der Anpassung der Sohle noch eine osteopathische Behandlung durchgeführt um etwaige Fehlanpassungen
in Knien, Hüfte und Wirbelsäule, wenn möglich zu korrigieren. Nach Beendigung der Untersuchung werden die Sohlen in einem  relativ aufwendigen Verfahren aus speziellen Dämpfungsmaterialien hergestellt.


Nachdem jeder Fuß andere Fehlstellungen aufweist, muss daher jede Sohle individuell hergestellt werden.

 

 


Ablauf der Anpassung einer fazilitierenden Sohle


Die Anpassungsschritte sind gleich wie bei der propriozeptiven Sohle:

Nach einer allgemeinen Untersuchung werden mit Hilfe eines "Stempelkissens" und Podografen ein statischer und ein dynamischer Abdruck von den Füßen eines Patienten gemacht.

 

 

Dynamische videounterstützte Aufnahme des Ganges und Laufens auf einem Laufband um den Bewegungsablauf zu analysieren.

Der Patient stellt sich auf einen Spiegelkasten (Podoskop). Die Belastung der Fußsohle wird beurteilt.

Es wird ein Fußabdruck in einem Schaumkissen gemacht. Dieser Abdruck wird in einen Computer eingescannt. Die Korrekturen

am Vorfuß und im Fersenbereich sowie am Längsgewölbe werden am Computer gemacht d.h. die Einlage wird konstruiert.

Ein spezielles Dämpfungsmaterial wird in einem Gerät gelegt wo eine Frese die Sohle herausschneidet.


Fazilitierend heißt Bewegung wird gebahnt bzw. eingeleitet. Mit Hilfe dieser Sohle ist ein optimaler Abrollmechanismus ermöglicht.